Viele Menschen denken bei Afrika nur an das Wort Safari. Wenige kennen und lieben die unterschiedlichen Landschaften und alten Kulturen von Afrika. Ein Beispiel für alte und dennoch lebendige Traditionen bildet der Stamm der Dogon, die das Bandiagara-Bergland in Mali besiedeln.

Die auffallende und markante Bauweise ihrer Dörfer zieht heute viele Besucher aus allen Erdteilen an. Hoch kleben die Häuser der Dogon wie Schwalbennester an Sandsteinwänden, kaum von der Felsenfarbe unterscheidbar. Und dies muss man sich auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratkilometern voller Gebirge, Schluchten und Steilfelsen vorstellen. In diese abgeschiedene Region sind die Dogon vor einigen 100 Jahren vor islamischen Kämpfern geflüchtet. Die Abgelegenheit hat dazu geführt, das die Bewohner lange der Außenwelt verbogen blieben.

Auch heute leben die Menschen in bescheidenen Verhältnissen meistens in der Landwirtschaft. Die animistisch geprägte Religion bestimmt den Alltag der Dogon, die Einteilung der Felder, Bauart der Häuser, Anordnung von Fenstern und Türen. Das mysthische Weltbild der Dogon und die Altare und Ahnenhäuser werden durch ausgeprägte religiöse Prozeduren ausgemalt. Dabei spielen traditionelle afrikanische Kunst und wilde Maskentänze eine wesentliche Rolle. Die Tänzer, nur Männer, tragen dabei detailvoll geschnitzte afrikanische Masken in unterschiedlichen Arten: Etagen-Masken, Tiermasken und viele anderen Masken-Formen, die bis zehn m hoch sein können. Unter Begleitung von Trommeln und Flöten und Triangeln werden die Masken zum Tanz benutzt, um so den Kontakt zu den Ahnen herzustellen.

Auch heutzutage gibt es noch diese Tänze mit Masken, in der Regel aber für Touristen veranstaltet. Auch das Kunsthandwerk wird mehr und mehr von den Besuchern geprägt. Wer sich entschließen sollte, diese Gegend und ihrer Bewohner aufzusuchen, wird unvergessliche Eindrücke mit nach Hause nehmen. Auch Souvenirs wie schöne afrikanische Figuren oder Masken können noch lange an die Reise und die alte Tradition und hohe Kunst der Dogon erinnern. Denn so wunderbar afrikanische Masken zu Hause die Wand verschönern, sind es doch die Menschen, die diese Kunstwerke erschaffen haben.

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Ein Kommentar zu “Das Bandiagara-Bergland in Mali”

  1. Bettinaam 18.06.2010 um 16:12

    Hm… mit Mali kann man mich nicht wirklich locken. Wenn, dann reise ich lieber nach ägypten und besuche Städte wie sharm el sheikh, Kairo und Hurghada. Ägyptenreisen sind immer noch die besten, wenn es nach Afrika gehen soll.

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